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Pilger- und Studienreise Türkei & Syrien

Eindrücke der Reise
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ie Türkei als Land des Nahen Ostens ist ein wichtiger Teil der Bühne, auf der sich die Geschichte der westlichen Welt abgespielt hat. Hier befinden sich einige der frühesten Zeugnisse, wie Menschen um die Herrschaft über die ganze Erde rangen. In dieser Region haben sich die drei großen monotheistischen Religionen, der jüdische Glaube, das Christentum und der Islam entwickelt. In Anatolien nahm das frühe Christentum Gestalt an und verbreitete sich so sehr, dass es im Jahre 393 n. Chr. zur Staatsreligion erhoben wurde. Kleinasien hat schon immer als Brücke gedient für die Weitergabe neuer Ideen von ihrem Ursprungsort hin zu Orten, wo sie Abwandlung, Anwendung und Verbreitung erfuhren.

Syrien - das ist Geschichte, die mit jedem Schritt gegenwärtig wird und deren historische Zeugnisse ihrer Zeit oft weit voraus waren. So gilt die Hauptstadt Damaskus als älteste, bewohnte Stadt der Welt, so finden sich hier die ältesten gebauten Häuser, die älteste Sprachüberlieferung, die ältesten Religionen. Das einstige Land des Baal war Brücke zwischen Orient und Okzident, das Forum vieler Völker. Ebenso vielfältig sind die Spuren, die es hier zu entdecken gilt.


Reiseablauf

01. Tag:          Abflug Deutschland

Treffen der Teilnehmer am Flughafen und Linienflug mit Turkish Airline TK 1506 um 13:45 Uhr nach Istanbul. Verpflegung an Bord (inklusive Getränke) entsprechend der Tageszeit. Ankunft um 17:25 Uhr. Weiterflug mit TK 640 um 19:15 Uhr nach Diyarbaktir. Nach Ankunft um 21:05 Uhr Begrüßung durch Ihre Reiseleitung und Transfer in Ihr Hotel nach Diyarbakir (Fahrtzeit ca. 20 Minuten).

Übernachtung und Frühstück in Diyarbakir im **** Hotel

 

02. Tag:          DIYARBAKIR – EUPHRAT – KÖNIGREICH KOMMAGENE

Ihre Stadtrundfahrt beginnt an der sehr gut erhaltenen Stadtmauer von Diyarbakir. Gang durch die schmalen Gassen zur syrisch-orthodoxen Kirche, die im Jahr 2005 neu restauriert wurde. Hier haben Sie die Möglichkeit zum Gespräch mit der Gemeinde sowie zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Anschließend fahren wir zur Fähre, überqueren den größten Strom Vorderasiens, den Euphrat (Gen2:14), und erreichen Kahta. In Arsameia besichtigen wir die Cendere-Brücke aus römischer Zeit, eine der ältesten Brücken der Welt, die noch genutzt wird. Die Brücke führt mit einem 32,4 m weiten Bogen über eine Engstelle des Flusses. Der Bogen besteht aus 92 Steinen von je 10 t Gewicht. Der Bogen ist das zweitweiteste römische Bogentragwerk. Arsameia ist eine ehemalige Kommagenische Residenz mit kolossalen Reliefplatten und einem geheimnisvollen Felstunnel.

Am Spätnachmittag fahren wir mit Minibussen auf den Nemrut Dag und steigen ca. 45 Min. auf zur West-Ostterrasse. Der Nemrug ist mit seinen 2150 m Höhe eine der höchsten Erhebungen des nördlichen Mesopotamiens. Hier wurde eine monumentale Kombination aus Heiligtum und Grabstätte von König Antiochos I und seinem Vater als Zeiches des Vertrages mit den Göttern errichtet. Seit 1987 gehört dieser Ort zum UNESCO Kulturerbe. (Tageskilometer ca. 166)

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Katha oder Adiyaman im **** Hotel

 

03. Tag:          HARRAN – EDESSA – SANLIURFA

Wir besichtigen den Atatürk-Staudamm, der die Wasser des Euphrat Flusses staut. Das größte Bauprojekt der Türkei ist so hoch wie die Cheopspyramide. Fahrt nach Göbekli Tepe („Berg mit Nabel“) und Besichtigung der derzeit ältesten bekannte Tempelanlage von ca. 9000 v. Chr. Auf seinem Weg ins Gelobte Land blieb Abraham mehrere Jahre in Harran (Gen 1:5). Hier sehen wir die markanten Trullihäuser aus gestampftem Lehm und die Ruinen der antiken Stadt. Im Hof der Trullihäuser laden wir Sie zu einem Glas Tee ein.

Weiterfahrt in die Provinzhauptstadt Sanliurfa, auch schlicht Urfa genannt oder unter ihrem antiken Namen Edessa bekannt. Die Religionsgeschichte von Edessa ist von großer Bedeutung und symptomatisch für die vielgestaltige Religionsgeschichte Nordsyriens und des gesamten Vorderen Orients. Besichtigung des „Teichs des Abraham“ mit den heiligen Karpfen. Die Legende besagt, dass der Prophet Abraham, der auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden sollte, sich errettete, indem er das Feuer in Wasser verwandelte und Glutbrocken zu Karpfen wurden. Weiter geht es zur Geburtsgrotte Abrahams (örtliche Pilgerstätte). Spätnachmittags haben Sie Zeit für einen ausgiebigen Bummel über den interessanten Basar mit Kupferschmieden, Tabakverkäufern, Schneidern, es gibt hier die berühmten türkischen Tauben etc. Außerdem sehen Sie ein typisches Urfa-Haus. Zum Schluss des Tages laden wir Sie auf einen türkischen Kaffee im alten Han ein. (Tageskilometer ca. 217)

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Sanliurfa im ***** Hotel

 

04. Tag:          GAZIANTEP – KARATEPE – YILANLIKALE – ADANA

Früh am Morgen fahren wir durch die Pistazienplantagen über den Euphrat nach Gaziantep. Der Name Gaziantep bedeutet so viel wie unverwüstliche Quelle. Bereits in der Antike war Gaziantep Zentrum für den Pistazienanbau. Einige Wissenschaftler vermuten, dass Gaziantep der antiken seleukischen Stadt Antiochia ad Taurum entspricht oder diese sich zumindest in der Nähe befand. Besichtigung des berühmten Museums. Die Fahrt führt uns weiter am schönen Nationalpark vorbei nach Karatepe, das späthethitischen Königreich. Besichtigung der Karatepe-Aslantaş-Festung, die sich innerhalb der Stadtgrenze der Kreisstadt Kadirli, bei der Provinz Adana (heute Osmaniye) befindet. Nach einem Picknick fahren wir weiter zur Festung Yilanlikale aus dem 12. Jh. Nach der Besichtigung Weiterfahrt nach Adana.

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Adana im **** Hotel

 

05. Tag:          TARSUS – ISSOS – ANTIOCHIA AM ORONTES

“Ich bin ein Jude aus Tarsus, Bürger einer nicht unbedeutenden Stadt Kilikiens.“ (Apg.21,39) Fahrt nach Tarsus, in die Geburtsstadt des Apostel Paulus. Die im Südosten der Türkei gelegene Stadt ist eine der wenigen Städte des östlichen Mittelmeerraumes, deren Geschichte in ununterbrochener Folge mehr als 3000 Jahre zurückreicht. Es besteht die Möglichkeit, den Tag mit einem Gottesdienst in der Pauluskirche zur beginnen. Anschließend Besichtigung des Paulus-Brunnen im jüdischen Stadtteil sowie der Römischen Straße. Mit dem Kleopatra-Tor verabschieden Sie sich von Tarsus. Dieses Tor ist zu Ehren der ägyptischen Königin Kleopatra erbaut worden: Sie soll auf ihrem Weg zur Begegnung mit Marc Anton durch dieses Tor in der Stadt gekommen sein. Fahrt durch Issos. Bei der Schlacht von Issos 333 v. Chr. trafen zum ersten Mal der Kriegsherr Alexander der Große und Dareios III aufeinander. (Bekannt ist Issos sicher aus dem Merkspruch: Drei, drei, drei, bei Issos Keilerei.) Weiterfahrt über Adana nach Antiochia am Orontes, in das heutige Antakya. Es besteht die Möglichkeit den Kapuziner-Bischof und die Gemeinde in Iskenderun zu besuchen. Anschließend kommen Sie zur Petrus-Grotte. Rundgang durch die Altstadt mit Besuch der röm.-katholischen und der arabisch-orthodoxen Kirche und Gemeinde.

(Tageskilometer: 238)

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Antakya im **** Hotel

 

06. Tag:          ANTIOCHIA AM ORONTES

Heute besichtigen Sie das alte Antiochien (Hatay), in der Antike eines der bedeutendsten Handels- und Kulturzentren, zugleich eine wichtige Stadt in der Geschichte des Christentums. Von Antiochia aus unternahm der Apostel Paulus seine Missionsreisen. Die Bezeichnung „Christianoi“, also Christen, wurde hier das erste Mal für die Jünger Jesu verwendet (Apg.11,26). Auch zur Zeit Alexander des Großen spielte die Stadt eine wichtige Rolle – mit dem Ziel, Europa und Asien zu einer hellenistischen Zivilisation unter einem Herrscher zu vereinen. Antiochia war eine römische Provinzhauptstadt und diente als Hauptverbindungsstraße zwischen Kleinasien und den Ländern im Süden. Paulus und Barnabas besuchten Antiochia, Petrus soll mehrere Jahre hier gelebt haben. Zwischen 252 und 300 n. Chr. fanden hier zehn Kirchenversammlungen statt. Mit dem Besuch der Petrus-Grotte gelangen Sie an eine Stätte des frühen Christentums. In dieser Höhlenkirche soll sich die erste Gemeinde um Paulus, Barnabas und Petrus versammelt haben. Anschließend besichtigen Sie das berühmte Mosaiken-Museum mit farbenprächtigen Darstellungen aus der griechischen Mythologie. Weiterfahrt an den Ort der ehemaligen, bedeutenden Hafenstadt Seleukeia Piereia, gegründet um 300 v. Chr, heute Samandag. Weiter geht es Richtung Meer nach Cevlik mit Besichtigung des zum ehemaligen Hafen führenden Felsenkanals (Titus-Tunnel), der mit Schleusentoren versehen war. Es handelt sich dabei vermutlich um eine natürliche Felsspalte, aber die Bewohner glauben, dass dieser Kanal zum Schutz des Hafens vor den Bergflüssen von Hand erschaffen wurde.

Im Archäologischen Museum von Antakya bewundern Sie die Funde aus dem antiken Antiochia, mit der bedeutenden Sammlung römischer Mosaike, die vor allem während der Ausgrabung der Priceton Univerität 1933-39 gefunden wurden.

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Antakya im **** Hotel

 

07. Tag:          FAHRT ZUR TÜRKISCH-SYR. GRENZE – "TOTE STÄDTE"

Nach dem Frühstück fahren Sie zur türkisch-syrischen Grenze. Dort werden Sie von Ihrer syrischen Reiseleitung begrüßt. Erster Besichtigungspunkt ist die Region der „Toten Städte“: In St. Simeon Besichtigung der Ruinenstätte "Qalaat Samaan". Weiter sehen Sie das Simeonskloster. Es gilt als die schönste und größte frühchristliche Wallfahrtsanlage des gesamten Vorderen Orient. Die Kirche nordwestlich von Aleppo ist dem asketischen Säulenheiligen Simeon geweiht, der die letzten 27 Jahre seines Lebens auf einer Säule verbracht haben soll. Nach dem Tod des inzwischen berühmt gewordenen Simeon im Jahre 459 wurde die Säule, von der heute nur noch ein Stumpf übrig ist, umbaut mit vier dreischiffigen Basiliken, die sich kreuzförmig zum zentralen Oktogon hin öffnen. Das Dach, bei dem sich Wissenschaftler uneins sind, ob es aus Holz oder Stein war, stürzte bei einem Erdbeben im 6. Jahrhundert ein und wurde nicht wieder errichtet. Zur Gesamtanlage, die sehr schlicht und harmonisch wirkt, gehörten außerdem ein Kloster und ein Baptisterium. In Qalb Loze (arabisch "Mandelherz") sehen Sie die dreischiffige byzantinische Basilika, die um das Jahr 460 n.Chr. erbaut wurde, und das erste Beispiel von Monumentalarchitektur auf syrischem Boden darstellt. Mit ihren weitgespannten Arkaden, der halbrunden, außen mit zwei Säulenreihen verzierten Apsis und der von zwei dreigeschossigen Türmen gesäumten Fassade war sie vorbildhaft nicht nur für das Simeonskloster und die beiden Basiliken in Resafa, sondern auch für viele romanische Kirchen in Europa. Noch dazu ist sie in exzellentem baulichen Zustand. In Kirk Bizeh, einem Villenkomplex aus dem 3. Jh., können Sie im Inneren eine sogenannte Bema, ein hufeisenförmiges Podest für die Priester erkennen. Weiter geht es nach Aleppo.

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Aleppo im Mirage Palace oder einem Boutique-Hotel ****

 

08. Tag:          ALEPPO

Heute haben Sie Zeit, Aleppo ausführlich zu besichtigen. Aufstieg zur Zitadelle, die hoch über der Stadt thront. Die Schutzburg wurde unter den Seleukiden im 4. Jh. v. Chr. errichtet und später von verschiedenen arabischen Herrschern eingenommen und ausgebaut. Mit seinen verwinkelten Gassen und Palästen, einer Moschee und Hammam wirkt sie wie eine Stadt in der Stadt. Rundgang durch den größten Suq (Bazar) des Vorderen Orients mit 12 km überdachten Ladenstraßen. Der Suq zählt zu den großartigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt - die Stimmung, die zu beobachtenden Marktszenen, das Feilschen der Händler, die mit Waren voll beladenen Esel, die Berge von fremdartigen Waren und nicht zuletzt die Gerüche der Kaffeeröstereien, Parfumessenzen und Gewürze werden uns begeistern. Hier lässt sich noch immer der klassische Aufbau eines arabischen Marktes erkennen, in der ganze Straßenzüge dem Verkauf nur einer Ware (z. B. Leder-Suq, Fleisch-Suq, Nüsse und Trockenfrüchte-Markt, Kupferwaren etc.) gewidmet sind. Mittendrin befinden sich einige großartige Karawansereien (Khane), türkische Badehäuser (Hammam) und Koranschulen (Madrasa). Eine Besonderheit von Aleppo sind die Seifenmanufakturen, von denen wir nach Möglichkeit eine besuchen. Dort werden noch heute in alter Tradition hochwertige Seifen aus Olivenöl und Lorbeer hergestellt, die sich in den aufgestapelten Türmen im Suq wiederfinden. Wir spazieren durch das Armenierviertel Jdaide, es ist geprägt von christlichen Kirchen und besonders schönen Altstadthäusern aus dem 18. Jh.

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Aleppo im Mirage Palace oder einem Boutique-Hotel ****

 

09. Tag:          ALEPPO – RUSAFA – RAQQA – HALABIA – DEIR EZ-ZOR

Wir überqueren den Euphrat-Fluss und fahren nach Rusafa, zu einer der wichtigsten frühchristlichen Pilgerstädte, die dem heiligen Sergios geweiht war. Von einer gewaltigen, sehr gut erhaltenen Stadtmauer umgeben, erheben sich im Inneren die Ruinen prächtiger Kathedralen. Die Stadt entwickelte sich im 5. Jh. n. Chr. zu einem christlichen Pilgerzentrum, das bis nach Konstantinopel und Ravenna bekannt war. Damals Sergiopolis genannt, enthielt die Stadt die Grabeskirche des Soldatenheiligen Sergios, der während der römischen Christenverfolgung um 300 hier enthauptet wurde.

Weiter geht es nach Ar-Raqqa, mit rund 200.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Syriens. Ar-Raqqa liegt an der Mündung des Belich in den Euphrat und hieß in altorientalischer Zeit Tuttul. Sie können die Reste der Stadtmauer mit ihrem Prunkstück, dem teilweise wieder errichteten, reich ornamentierten Bagdadtor aus dem 9. Jh. sehen. Innerhalb der alten Stadtmauer sind Reste des Qasr al Banaat, "Schloss der Töchter", erhalten, dessen Errichtung der Volksmund dem Kalifen Harun al-Rashid zuschreibt. Im Stadtkern ist außerdem die alte Moschee zu sehen, die unter Al Mansur im 8. Jh. errichtet wurde.

Dort, wo der Fluss auf eine Basaltbarriere stößt, die er nur durch einen Engpass passieren kann, ließ die palmyrenische Herrscherin Zenobia zwei Festungen errichten: die nach ihr benannte Zenobia, heute Halabiye genannt, und etwas weiter südlich auf einer felsigen Anhöhe Basileia, das heutige Zalabiye. Von den Ruinen der einst mächtigen Festung Halabiye haben Sie einen herrlichen Blick in das Tal des Euphrat. Weiterfahrt nach Deir Ez-Zor, in die moderne Stadt am Euphrat, die für ihre Hängebrücke bekannt ist. Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Deir ez-Zor im Cahm Palace Hotel ****

 

10. Tag:          DEIR EZ-ZOR – MARI – DURA EUROPOS – PALMYRA

Fahrt nach Mari. Bereits vor mehr als 4500 Jahren lag hier am Ufer des Euphrat die bedeutende Stadt Mari, die aber schon 1760 v. Chr. Durch den babylonischen König Hammurabi vollständig zerstört wurde. Sie war eine der Handelsstätten, die einst den Weg nach Mesopotamien kontrollierten und war vor 4000 Jahren Mittelpunkt eines bedeutenden Reiches, der große Palast des Zimri-Lin zeugt davon. Dieser aus insgesamt 300 Räumen bestehende, sukzessive über viele Generationen entstandene Komplex galt schon zu Lebzeiten seines Vollenders als Weltwunder. Sein Boden offenbarte den Archäologen u. a. ein Archiv aus rund 25 000 Tontafeln. Unter den Resten der angrenzenden Palast- und Tempelanlagen wurden jene weltberühmten Statuetten aus Gipsstein und Bronze gefunden, deren Zottelröcke und weit geöffneten Augen aus Lapislazuli so charakteristisch für die plastische Kunst jener Periode sind.

Weiterfahrt nach Dura Europos: Im südlichen Euphrat-Tal, auf einer weit ins Tal des Flusses vorspringenden Landzunge, die steil zu seinem Ufer abfällt, liegt die Ruinenstätte Dura Europos, die auf arabisch Salihiye heißt. Seleukos Nikator, einer der Nachfolger Alexander des Großen hat die Stadt 280 v. Chr. auf den Fundamenten früherer Siedlungen als Festung gegründet. Er nannte sie Dura, das aus dem Assyrischen übersetzt „Mauer“ bedeutet und Europos nach seinem makedonischen Geburtsort. Das weitläufige Ruinengelände, das von einer mächtigen Lehmmauer umgeben wird, betritt man durch ein monumentales, von zwei Türmen flankiertes Haupttor. Die Anlage weist das für hellenistische Städte so typische schachbrettartige Straßenraster auf. Die Ausgrabungen brachten Kultstätten vieler Religionen zutage und sind Zeugnis dafür, dass in Dura Europos so etwas wie Glaubensfreiheit herrschte. Unbestrittener Höhepunkt des Rundgangs ist der Blick von der Steilkante des Plateaus auf die durch einen natürlichen Graben abgetrennte Zitadelle und hinab auf die Oasenlandschaft des Flusstales. Fahrt nach Palmyra.

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Palmyra im Hotel Semiramis ****

 

11. Tag:          PALMYRA

Die Ruinenstätte Palmyra zählt zu den interessantesten der Welt. Sie liegt mitten in der Wüste in der Oase Tadmur. Hier gab es schon immer reichlich Wasser und die Oase diente den Karawanen auf dem Weg zwischen Euphrat und Mittelmeer als wichtige Raststätte auf ihrem direkten Weg durch die Wüste. Wer Tadmur, die "Stadt der Datteln" beherrschte und die Karawanen vor Räubern schützen konnte, erlangte somit großen Einfluss sowie Reichtum. Die einstige Pracht und Monumentalität Palmyras ist auch heute noch für den Besucher sichtbar, wenn er durch die Ruinen geht. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind: das Hadrianstor, durch das man die Ruinenstätte betritt; die Kolonnadenstraße, die einstige Prachtstraße, die von zwei Reihen 9,50 m hoher Säulen aus Kalkstein flankiert wird; das Nymphäum, ein repräsentatives Brunnenhaus; der Tempel des babylonischen Gottes Nebo, bei dessen Ausgrabung man eine Reihe von Tafeln in aramäischer Schrift gefunden hat; die Thermen des Diokletian, ein großer Bäderkomplex; das Römische Theater, in dem noch manchmal Musikaufführungen stattfinden; das Haus des Senates und die Agora, ein von Säulenhallen umgebener Versammlungsplatz, von diesen Säulen sind leider nur noch die Stümpfe vorhanden und schließlich der Tempel des Baal, einst Haupttempel Palmyras.

Am frühen Abend Fahrt nach Homs. Besichtigung der nach Chalid ibn al-Walid benannten Moschee (dieser Feldherr ist hier begraben) sowie der wegen ihres hohen Alters berühmten Mariengürtel-Kirche. Von der Zitadelle sind nur einige Überreste erhalten. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören ferner weitere Moscheen und Kirchen sowie die historischen Stadttore und die traditionellen Suks.

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Homs im Safir Hotel ****

 

12. Tag:          HOMS – KRAK DE CHEVALIERS – UGARIT – AMRIT – HOMS

Fahrt zum Krak des Chevaliers, eine der besterhaltenen Anlagen aus der Kreuzritterzeit. Hoch über der Ebene von Homs thront die majestätische Kreuzritterburg. Krak des Chevaliers zählt zu den besterhaltenen Burgen ihrer Zeit und stellt somit ein einzigartiges Beispiel mittelalterlichen Festungsbaus dar. Sie wurde ab 1142 von den Johannitern angelegt, die damit eine ältere arabische Burg ersetzten. Insgesamt elfmal wurde die Burg im Laufe der Zeit erfolglos angegriffen, bevor eine kleine Besatzung 1271 vor dem Mamelukkensultan Baibar kapitulierte. Den Besucher erwartet eine originale Burg, in der sich die Johanniter auch heute noch wohlfühlen würden. Doch der Krak war mehr als ein reiner Wehrbau. Mit der Kapelle, dem Bankettsaal und vor allem dessen Vorhalle schufen die Erbauer feine Kreuzrippengewölbe, wie man sie auch in den gotischen Kathedralen Frankreichs findet. Danach geht es nach Ugarit (Ras Shamra) zum Besuch des antiken Ruinenfeldes. Hier wurde das berühmte Tontäfelchen mit dem ersten Alphabet der Menschheit gefunden. Zum ersten Mal kam man mit nur 30 Schriftzeichen aus. Zuvor war Lesen und Schreiben (mit ca. 500 Zeichen) ein Privileg von Priesterschaft und Adel. Am Mittelmeer erreichen Sie die phönizischen Spindelgräber von Amrit bevor Sie nach Homs zurückkehren.

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Homs im Safir Hotel ****

 

13.Tag:           HOMS – MAR MOUSSA – MAALULA – DAMASKUS

Nach dem Frühstück fahren Sie nach Mar Moussa. Wanderung zum Kloster Mar Moussa el Habachi aus dem 6. Jahrhundert n. Chr., das auf 1.320 m über einem Wüstental der Qalamoun-Berge thront. Weiter geht es nach Maaloula, in das angeblich schönste Dorf Syriens. Besichtigung des antiken griechisch-katholischen Sergiosklosters (Mar Sarkis), welches den Märtyrern Sergius und Bacchus geweiht ist. Die Stadt ist bekannt, weil sie eine einzigartige Sprachinsel darstellt: Ihre Bewohner sprechen noch einen Dialekt des Aramäischen, die Sprache Jesu.

Maalula hat ein zweites Kloster: Der Legende nach soll eine Schülerin des Apostels Paulus auf Geheiß ihres Verlobten verfolgt worden sein. Dort, wo Gott ihr eine rettende Schlucht auftat, wurde im 4. Jahrhundert ein Kloster errichtet, das Nonnenkloster der heiligen Thekla (Mar takla). Es ist das liturgische Zentrum der griechisch-orthodoxen Christen. Die Tradition des in einer Felsenschlucht gelegenen Klosters geht bis ins erste christliche Jahrhundert zurück. Noch heute ist es ein bedeutender Wallfahrtsort.

Am frühen Nachmittag geht es weiter nach Damaskus. Hier haben Sie Zeit für einen Bummel über die Suks wie den berühmten überdachten Suq al Hamidiehs. In den verschiedenen Bazaren der Stadt duftet es nach frisch gebackenen Teigtaschen und nach Gewürzen. Ob Handwerkskunst, bunte Stoffe oder Goldschmuck – der Suk von Damaskus lässt keine Wünsche offen. Genießen Sie einen Tee oder arabischen Kaffee im traditionellen Kaffeehaus.

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Damaskus im Hotel Sheraton ****

 

14.Tag:           DAMASKUS

Das Herz Syriens befindet sich in der Hauptstadt Damaskus. Nach alten Überlieferungen ist Damaskus über 7.000 Jahre alt und der bis zum heutigen Tage am längsten permanent bewohnte Ort der Erde. Die Altstadt ist von römischen Mauern umgeben und zählt seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie bietet eine unglaubliche Zahl an Sehenswürdigkeiten. Besonders schön sind ihre unzähligen großartigen islamischen Bauwerke und die bezaubernden bunten orientalischen Bazare. Das wichtigste Bauwerk ist die Umayyaden-Moschee. Ursprünglich war sie vor etwa 3000 Jahren ein Tempel zu Ehren eines Gottes der Sonne und des Donners, danach ein Tempel zu Ehren Jupiters, dann eine Christliche Kathedrale und zum Schluss eine Moschee. In den Annalen des Christentums ist Damaskus berühmt als Ort der Bekehrung des Paulus. Sie besichtigen unter anderem: die große Umayyaden- Moschee mit dem Grabmal des Hauptes von Johannes dem Täufer; das Syrische Nationalmuseum; die Souks und viele interessante Gebäude und Plätze aus der christlichen und islamischen Geschichte.

Wir besuchen das Nationalmuseum, wo man u. a. die Original-Tontafeln des ersten Alphabetes der Menschheit findet, den kunstvoll dekorierten Palast des Paschas al Azem sowie die „Kirche von St. Ananias“ (Kirche des Apostels Paulus).

Abends genießen wir die kulinarische Vielfalt Syriens bei einem Dinner in einem arabischen Palast

Abendessen, Übernachtung und Frühstück in Damaskus im Hotel Sheraton ****

 

15. Tag:          RÜCKFLUG

Transfer zum Flughafen Damaskus und Rückflug mit TK 1255 um 04:25 Uhr nach Istanbul. Hier Ankunft um 06:36 Uhr. Weiterflug mit TK 1505 um 11:00 Uhr nach Nürnberg. Ankunft in Deutschland um 12:50 Uhr.

 

*** Ende einer beeindruckenden Reise ***

 

 

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